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Schools Cup Rhein Sieg 2009  

"So was Tolles habe ich noch nie erlebt"

13 Teams mit rund 80 Schülern nehmen am ersten "Schools Cup" im Rhein-Sieg-Kreis teil

Von Axel Vogel

Maßarbeit leisteten Kevin (von links), Lukas und Patrick bei der Aufgabe  Satellitentransport  auf dem Siegburger Marktplatz.  Rhein-Sieg-Kreis. "Mehr rechts, jetzt links, jetzt alle vorwärts gehen, gut so." Seinen Job als Koordinator beim "Satellitentransport" auf dem Siegburger Markt nahm Patrick Gnacke  am Samstag sehr ernst. Und gegen 16.15 Uhr hatte es der 16-jährige mit seinem fünfköpfigen Team geschafft:

An Strippen hatten die sechs Schüler von der Hauptschule Eitorf erfolgreich einen Tennisball über einen Parcours über den Markt balanciert und anschließend auf der Zielgeraden wieder auf einem Flaschenhals abgesetzt.

Mit einem großen Hurra lagen sich Gnacke und sein Team nach der letzten Übung des ersten "Schools Cup" im Rhein-Sieg-Kreis in den Armen. Wo man sich umhörte, für alle war die Veranstaltung ein tolles Erlebnis.

Am Start waren 13 Teams mit etwa 80 Schülern zwischen neun und 16 Jahren. Sogar Jugendliche von zwei Bonner Schulen haben mitgemacht, sagte Marco Galasch, Mitarbeiter des Vereins "Schools Cup", der vom Vereinsvorsitzenden Olaf Wirths und dem Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Rheinland, ausgerichtet wird.

Ziel des Wettkampfes, der die Teilnehmer über mehrere Stationen und eine Strecke zwischen Windeck und Siegburg führte, ist: "Wir wollen Kinder wieder in die Natur bringen und dabei auch einen sportlichen Aspekt integrieren." Im Zeitalter "von Pizza und PC-Spielen wie Counterstrike" würden mehr und mehr Kinder schlicht den Bezug zu Feld, Wald und Wiesen verlieren.

Wichtig war den Organisatoren zudem, Eigenschaften wie "Team- und "Kommunikationsfähigkeit" zu fördern. Das Programm war anspruchsvoll und begann um 9.30 Uhr in Windeck-Rosbach. Hier sollte ein Hochseilgarten bezwungen werden und anschließend aus Gegenständen wie Holzstämmen ein fahrtüchtiger Wagen gebaut werden. Auf dem Fahrrad machten sich die Teilnehmer etwa 26 Kilometer lang auf den Weg Richtung Sieg abwärts.

In Dattenfeld ging es in die Kanus und in Herchen mussten sich die Schüler mit Pfeil und Bogen bewähren. Bevor es mit dem Shuttle-Bus nach Siegburg ging, standen dann an der Naturstation in Eitorf-Lützgenauel noch Fragen zur Natur und Umwelt auf dem Programm.

In Siegburg hinter der Ziellinie angekommen, hatte kaum einer die Anstrengungen bereut: "Wir waren ein Super-Team und haben zusammengehalten. Wenn einer beim Fahrradfahren abgestiegen ist, haben das auch die anderen gemacht", war Patrick einfach nur begeistert. Auch Teamkamerad Kevin Drefs (16) fehlten schier die Worte: "So was Tolles habe ich noch nie erlebt." Selbst der Jüngste im Team, Lukas Reichow (11) berichtete von bleibenden Eindrücken: "Ich glaube, ich bin noch nie so viel Fahrrad gefahren."

Selbst die mitgekommenen Lehrer waren voll des Lobes: "Wir genießen das jetzt, alles Revue passieren zu lassen", erklärten Jörg Ebbers, Sozialarbeiter an der Eitorfer Hauptschule, und Lehrerin Maren Jürgens. "Die Schüler haben sich anders kennengelernt und das trägt dann auch Früchte im Schulalltag", so Ebbers.

 

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